Schützenverein Geislitz 62 e. V. Montag, 26. September 2016 - 17:32 Uhr
Verein

Chronik des Vereins


1962 - Gründung des Schützenverein Geislitz 62 eV.

Im Sommer des Jahres 1962 fand die schießsportlich tote Ära in Geislitz ein Ende, als der ehemalige Jugendherbergsvater Edmund Zick mit zwölf weiteren schießsportlich interessierten Männern den "Schützenverein Geislitz" im Gasthaus "Zum weißen Ross" aus der Taufe hob.
Die Gründungsmitglieder waren neben dem Initiator Edmund Zick (verstorben):
Erich Körner (verstorben), Adolf Berger, Willi Braun (verstorben), Dieter Geiger, Willi Reitz, Wilhelm Hageman (verstorben), Hans Joachim Suchy, Erwin Bechthold (verstorben), Gerhard Huth, Franz Geiger (verstorben), Willi Wagner (verstorben) und RonaldHaas (verstorben).
Der Verein wurde unter dem Namen "Schützenverein Geislitz 62 eV." am Dienstag, dem
01. August 1962 aus der Taufe gehoben.
Bis zum Jahre 1968 war das Gasthaus "Zum weißen Ross" Vereinslokal und Schützenhaus zugleich.
Die fünf selbstgebastelten Schießstände einschließlich der Holzwand mit den Kugelfängen mussten zu jedem Schießen im Gasthaussaal auf- und wieder abgebaut werden.
Der Dienstag ist noch heute der offizielle Vereinsabend des Schützenvereins Geislitz.

1964 - Steigene Mitgliederzahlen und Planungen

Bereits zwei Jahre nach der Vereinsgründung wurde von der damals noch selbstständigen Gemeinde Geislitz das hiesige Gelände für den Bau eines Schützenhauses für KK-Gewehr und Sportpistole in Erbpacht erworben.
Das Gelände war sehr sumpfig und mußte vor Baubeginn gerodet und in mühsamer Arbeit, verbunden mit erheblichen Rückschlägen wie Erdrutsche und Geldmangel, erst einmal trockengelegt werden.
Geld für Baumaterial und fünf Luftgewehrzugstände verdiente sich der Verein mit dem Abriss des alten Geislitzer Rathauses und einer alten Scheune.

1968 - Einweihung des Schützenhauses

Mit fünf 10-m -Zugständen für Luftgewehr und Luftpistole, sowie einer Gaststätte wurde das neuerbaute Schützenhaus nach nur zweieinhalbjähriger Bauzeit eingeweiht. Alles mit Strom, aber ohne Trinkwasserzufuhr. Das für den Gaststättenbetrieb benötigte Trinkwasser musste in Kanistern vom Dorfbrunnen jedes Mal herangeschafft werden; während das Wasser für die Toilettenspülung durch eine raffinierte Konstruktion aus dem Weiher oberhalb des Schützenhauses über einen Tank auf dem Boden direkt in die Spülkästen geleitet wurde.
Das Schützenhaus entstand ausschließlich in Eigenleistung und galt als das schönste Schützenhaus im Schützenkreis Gelnhausen.
Ein eigenes Schützenhaus und die fünf Luftgewehrstände erlaubte den Schützen von nun an ein intensives und regelmäßiges Training, welches sich positiv auf Leistung und auch auf den Mitgliederzuwachs auswirkte.
Zu der bestehenden einen Luftgewehrmannschaft kamen noch zwei Mannschaften hinzu, ebenso eine Luftpistolenmannschaft.

1988 - Ausbau des Schützenhauses

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Hessen, des Kreises und der Gemeinde konnte 1988 mit dem Um- und Ausbau des Schützenhauses zu einer der modernsten Schiessanlagen mit zehn Luftgewehr-, fünf Kleinkalibergewehr- und fünf Pistolenständen begonnen werden.
Das Angebot in den Klein- und Großkaliberdisziplinen für Gewehr, Pistole und Revolver sorgte für noch mehr Leistung und weiteren Mitgliederzuwachs.
Einige Schützen unseres Vereins erzielten zusätzliche Erfolge in zwei Disziplinen, für die auf unserer Anlage nicht die geringste Trainingsmöglichkeit besteht: Im Trap- und Skeetschiessen oder auch einfach nur im Tontaubenschiessen.

2002 - Ausblick

Natürlich sind auch Schützen Sportler, bei denen Traditionen und einige Bräuche zu den Vereinsaufgaben gehören, z. B. das Königsschießen, interne und externe Vereins- und Pokalmeisterschaften, sowie regionale und überregionale Freundschaftsschießen.
Das alljährliche Grillfest im Mai und der Familienabend im November gehören zu den gesellschaftlichen Ereignissen unseres Vereins, die auch von den Familien der Schützenmitglieder gerne angenommen werden. Dazwischen liegen viele Terminverpflichtungen sportlicher und gesellschaftlicher Art, die eine permanente Präsens des Vorstandes und der Aktiven erfordert.

Der Aus- und Umbau in und um das Schützenhaus geht munter weiter; dafür sorgen schon die staatlichen Stellen mit immer neuen Verordnungen und Richtlinien.
So musste die 1988 genehmigte Sandabdeckung auf dem KK und Pistolenstand durch staubfreien Betonboden ersetzt werden; die ebenfalls 1988 genehmigten Fluchtrouten durch die Toilettenfenster im Obergeschoss wurden durch einen Fluchtweg über eine Stahl-Außentreppe an der Giebelseite ersetzt.
Der Kugelfang des 25m-Pistolenstandes wurde komplett erneuert. Die Holzdeckung wurde durch einen stählernen Kugelfang ersetzt, um die Bleikontaminierung des Erdreiches zu verhindern.
Dazu kommen Renovierungen und Investitionen im Innen- und Außenbereich des Schützenhauses.
So wurde 1999 der Zufahrtsweg asphaltiert und im letzten Jahr musste die eine Dachhälfte komplett mit Trapezblechen wegen undichter Eternitplatten erneuert werden.
Durch die Montage der Außentreppe ist eine hangfangende Stützwand notwendig geworden; die ebenfalls notwendige Hangsicherung durch die Gemeinde steht noch aus. Dass diese Vorhaben mit erheblichen Kosten verbunden waren und sind, muss nicht besonders erwähnt werden.
Die Hände in den Schoß legen und sagen: „So, das war`s!" ist in einem Verein wie dem unseren nicht möglich.